Aktueller Goldpreis in Euro

Das Edelmetall Gold fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden und hat ja aufgrund es aufwändigen Gewinnungsprozesses in einem Bergwerk auch einen inneren Wert an benötigten Arbeitsstunden und Materialeinsatz.

Zudem ist es Tauschinstrument und Wertaufbewahrungsmittel. Doch wie kommt eigentlich der Goldpreis zustande? Und was ist das Londoner Goldfixing?

Die offizielle Festlegung des Marktpreises

Die Edelmetallbörsen funktionieren etwas langsamer als die Aktienbörsen, weshalb es nicht zu starken Schwankungen innerhalb eines Tages kommt. Somit ist der schnelle An- und Verkauf innerhalb weniger Minuten nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

Damit wird aber auch die Längerfristigkeit der Geldanlage in Gold betont und noch deutlicher.

Aktueller Goldpreis in Euro als 24 Stunden Chart

Aktueller Goldpreis in Euro als 24 Stunden Chart

Goldpreis Fixing einfach erklärt

Wie früher am „Kassamarkt“ der Wertpapierbörsen gibt es ein Fixing am Vormittag, an dem der offizielle Preis festgelegt wird. Dieses findet um 10:30 Uhr in London statt und setzt damit die Goldpreise für den Tag bis zum nachmittäglichen Fixing um 15:00 Uhr fest.

Das Fixing wird von Vertretern eines Goldhandelsverbands, der London Bullion Market Assocation und von fünf Großbanken vorgenommen.

Darunter sind beispielsweise so renommierte Institute wie die Barclays Bank und die Deutsche Bank AG. Der dort ermittelte Preis gilt für die Mengeneinheit einer Feinunze in US-Dollar und wird später von den Handelsteilnehmern entsprechend in die anderen Stückelungen umgerechnet.

Dabei wird der Preis so festgelegt, dass ein möglichst großer Umsatz erzielt werden kann – sich also Angebot und Nachfrage möglichst ausgleichen können.

In der Tageszeitung finden sich detailliertere Preisangaben

Wer den Wirtschaftsteil der Tageszeitung aufschlägt, der wird für Gold meist mehrere Kursangaben sehen. Einerseits wird das Londoner Goldfixing für die Feinunze angegeben.

Darüber hinaus gibt es meist eine kleine Tabelle mit den sog. Schalterkursen für verschiedene Barrengrößen. Dann sehen Sie einen Verkaufs- und einen Ankaufspreis beispielsweise für 10 g oder auch 100 g Barren.

Zwischen An- und Verkauf gibt es immer eine kleine Marge für Prüfung, Versicherung und Transport der Goldbarren. Bei einem führenden Anbieter in München lagen zwischen Verkauf und Ankauf etwa 17 % Marge, bei größeren Stückelungen sogar weniger.

Alle Angaben beziehen sich auf die Feingoldbarren, die in einer standardisierten Qualität angeboten werden und im Gegensatz zu Schmuckgold mindestens 995 oder 999 Teile Gold auf 1000 Gewichtsteile enthalten.

Bergwerk und Goldmine statt Notenpresse

Viele Anleger fragen sich, warum Gold wesentlich werthaltiger und wertstabiler ist, als die allseits beliebte Papierwährung in Euro.

Dies liegt daran, dass die Goldmenge – ganz anders als die sich im Umlauf befindliche Papiergeldmenge – nicht einfach beinahe willkürlich erhöht werden kann. Gold unterliegt zudem keiner Abnutzung oder Alterung und auch keinen Austauschaktionen durch Regierungen.

Wer an den US-Dollar denkt, der erinnert sich sicherlich an die Modernisierungsmaßnahmen verschiedener Banknoten-Serien. Der Euro glänzt vor allem durch modernste Sicherungsmerkmale. Gold wird dagegen weltweit gehandelt und dessen Wert hängt auch nicht von der Gültigkeitserklärung oder der Garantie einer einzigen vergänglichen Regierung oder eines Regimes ab.

Zusätzliches Gold kann nur aufwändig in einem bergmännischen Prozess gewonnen werden. Alleine durch den damit verbundenen Produktionsprozess wird einen Mindestpreis nicht unterschritten werden.

Wegen der hohen Haltbarkeit, der Faszination seit Jahrtausenden und der nicht möglichen willkürlichen Vervielfachung des Angebotes empfehlen viele Fachleute eine kleine Beimischung von Gold als Repräsentanten für Sachwerte im Depot.

Die langfristige Preisentwicklung zeigt nach oben. Dabei sorgen Trendausbrüche nach oben für mehr als Werterhalt insbesondere in Zeitabschnitten, in denen das klassische Papiergeld einer Vertrauenskrise unterliegt.

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