Träumen Sie davon ein Autor zu sein, dessen Manuskripte als Buch gedruckt werden?
Das Internet macht es möglich! Ein gutes Buch zu schreiben, einen Roman, es zu veröffentlichen, sodass es wirklich im Regal des örtlichen Buchhändlers steht oder vielleicht sogar bei Amazon verkauft wird.
So einfach ist es Ihr eigenes Buch zu veröffentlichen und drucken zu lassen
Ob Sie sich den Traum vom eigenen Buch erfüllen, Ihre Doktorarbeit professionell binden lassen wollen oder ein paar Fotobücher zu Weihnachten verschenken wollen. Ein Hardcover-Buch ist nach wie vor etwas ganz besonders wertvolles – auch im Zeitalter von E-Books.
Doch jetzt muss es kein Traum bleiben ein eigenes Buch drucken zu lassen. Sie müssen nicht Ihre Lebensversicherung kündigen, um unseriöse Kleinstverlage dafür zu bezahlen, dass ihr Buch gedruckt wird.
Diese Tipps kurz und bündig
Wir werden Ihnen auf diesen Seiten zeigen, wie Sie den Weg vom Manuskript zum gedruckten Buch meistern:
- Datei-Formate, wie wird aus einem Word-Dokument eine druckfähige PDF-Datei
- Mögliche DIN-Formate des gedruckten Buchs
- Wie lässt sich der Einband gestalten?
- Welche Möglichkeiten gibt es das Buch binden zu lassen?
- Auf welchem Papier wird das Buch gedruckt: Grammatur, Veredelung
- Welche Vorteile bietet eine ISBN Nummer?
- Lässt sich im Selbstverlag Geld verdienen?
Der Weg bis zum Buchdruck
Sie haben ein Buch geschrieben, einen Roman, einen Band mit Erzählungen und Kurzgeschichten, eine Reise-Beschreibung, einen Krimi.
Herzlichen Glückwunsch!
Damit haben Sie die wichtigste Arbeit schon getan – das Schreiben.
Nun halten Sie Ihr fertiges Manuskript in der Hand und möchten es gerne veröffentlicht sehen. Vielleicht haben Sie es auch bereits Verwandten, Freunden und Bekannten zu lesen gegeben, die Sie darin bestärken, Ihr Werk drucken zu lassen und zu publizieren.

Die technische Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht es Ihnen, den Druck und die Vermarktung selbst zu übernehmen. Das ist natürlich mit Kosten und weiterer Arbeit verbunden, garantiert aber, dass Sie nach kurzer Zeit Ihr fertiges Buch wirklich in den Händen halten.
Die Hürden für Schriftsteller sind denkbar gering, denn Spezialverlage arbeiten mit Digitaldruck und kümmern sich um:
- Druck (Buchdruck, Digitaldruck, Print On Demand)
- Veröffentlichung
- Vermarktung
Hier eine kurze Anleitung, wie Sie ihr Werk erfolgreich drucken lassen.
Das elektronische Manuskript
Natürlich müssen Sie Inhalte geschaffen haben, die druckfähig sind. Kein Autor wird um den Prozess aus Idee, Manuskript, Entwurf und Redigieren des Textes herumkommen. Genießen Sie das Schreiben bis zum fertigen Meisterwerk. Die besten Schriftsteller verfeinern ihren Rohtext immer weiter.
Unabdingbar ist, dass Ihr Text als Datei vorliegt, um es als Buch drucken zu lassen. Wenn Sie mit der Hand oder der Schreibmaschine geschrieben haben, kommen Sie nicht umhin, alles noch mal mit einem Textprogramm zu erfassen.
Die Textdatei muss am Ende in ein druckfähiges PDF-Dokument (Portable Document File) umgewandelt werden. Mit einem guten Textverarbeitungs-Programm kann direkt in dem Format abgespeichert werden.
Welches Druckverfahren?
Die Antwort auf diese Frage wird dadurch bestimmt, wie viel Geld Sie investieren können. Und auch, welche Auflage Sie planen.
Die qualitativ beste Wahl ist Buchdruck im Offset-Verfahren. Aber der moderne Stand der Technik bietet im Digitaldruck absolut hochwertige Ergebnisse.
Wenn Sie erstmal nur die Fühler ausstrecken und testen wollen, ob und wie sich Ihr Werk verkauft, ist das sogenannte Print On Demand (Drucken auf Anforderung) hervorragend geeignet.
Sie müssen sich dabei nicht auf bestimmte Auflagenzahlen festlegen, sondern können sogar Einzelexemplare abrufen, wenn ein Käufer Interesse zeigt.
Zurzeit ist dies der einfachste Weg, um Ihr Buch drucken zu lassen.
Welches Buchformat?
Vor diesem Schritt sollten Sie sich die Internet-Druckerein genau vergleichen. Dort finden Sie Informationen, welche Buchformate hergestellt werden können, und ausreichend Tipps, in welcher Größe Sie die PDF-Datei anlegen müssen.
Zum Beispiel unterscheiden sich Datei- und Seitenformat, durch den Endbeschnitt, um einige Millimeter. DIN A4 und DIN A5 sind die gängigsten und günstigsten Varianten.
Gute Druckereien bieten weitere Sonderformate, allerdings steigt dann in der Regel der Preis pro Buch.
Typografie und Design
Ganz wichtig für eine gute Lesbarkeit und ein ansprechendes Design sind die Typografie und die Gestaltung des Einbands. Typografie umfasst u. a. die Auswahl der Schrift, den Zeilenabstand, die Maße der Seitenränder.
Eine schlechte Seitengestaltung lässt den Leser schnell ermüden und das Buch nach wenigen Seiten weglegen.
Das gleiche gilt für den Einband. Der erste Eindruck als Blickfang und sozusagen die Visitenkarte für Ihr Werk. Der Einband muss Inhalt und Art des Texts in Kürze transportieren.
Deshalb erfordert eine lustige Geschichte eine andere grafische Umsetzung als beispielsweise eine traurig endende Liebesgeschichte. Im Zweifelsfall sollten Sie sich Hilfe bei einem erfahrenen Grafiker holen.
Günstige Angebot finden Sie zum Beispiel im Angebot von Fiverr.com. Dort bieten Grafiker das Layout für ein E-Book oder PDF ab 5 US-Dollar an. Viel günstiger und schneller ist es kaum möglich. Allerdings benötigen Sie fortgeschrittene Englisch-Kenntnisse, da die meisten Anbieter Englisch sprechen.
Auf dem richtigen Papier drucken lassen
Die nächste Entscheidung, die Sie treffen müssen, betrifft den Bedruckstoff. Für reinen Text sollten Sie auf ein Hochweiß verzichten und ein leicht cremefarbenes Papier wählen. Die Augen des Lesers empfinden diese Farbe als angenehmer.
Für einen Reiseführer mit relativ kurzen Textabschnitten und vielen Fotos eignet sich glänzendes oder mattes Bilderdruckpapier am Besten.
Die gängigsten Grammaturen, also Papiergewichte, sind:
- 90 g/m² für reinen Text
- 120 oder 150 g/m² für Fotobände
Weitere Veredelungen sind machbar, aber auch abhängig von den technischen Möglichkeiten der gewählten Druckerei – und natürlich immer mit höheren Kosten verbunden.
Die geeignete Bindung
Der letzte Schritt in der Produktion betrifft die Bindung Ihres Buches. Für einen Roman sollten Sie ein Soft- oder ein Hardcover mit Klebebindung wählen. Damit bekommen Sie ein gutes Aussehen und eine lange Haltbarkeit geliefert.
- Hardcover, hochwertige Fadenbindung oder einfache Klebeheftung
- Softcover, vorwiegend Klebebindung für Taschenbuch
Kurze Texte, etwa eine Erzählung mit 40 bis 60 Seiten, lassen auch eine Bindung mit Heftklammern zu. Sollten Sie ein Handbuch oder eine technische Anleitung geschrieben haben, kommt zur besseren Handhabung im Alltag eine Draht-Ringbindung in Frage.
Grundsätzlich gilt für alle Produktionsschritte: Erkundigen Sie sich vorher und lassen Sie sich von der Druckerei Ihrer Wahl beraten. Das wird Ihnen viel Zeit, Arbeit und Geld ersparen.
ISBN – ja oder nein?
Eine ISBN (Internationale Standard-Buchnummer) für Ihr Buch bietet durchaus Vorteile. Jede Nummer wird weltweit nur einmal vergeben.
Ihr Werk kann damit also eindeutig zugeordnet und von jeder Buchhandlung bestellt werden. Parallel erfolgt eine Aufnahme in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).
Außerdem erhalten die Deutsche Bücherei in Frankfurt am Main bzw. Leipzig und die entsprechenden Landesbibliotheken die sogenannten Pflichtexemplare.
Wenn Sie nur unter Ihrem Namen und ohne Verlag veröffentlichen, kann jeder Buchhändler anhand der ISBN im VLB nachschlagen und direkt bei Ihnen bestellen. Die Gebühr für eine ISBN fällt im Gesamt-Produktionspreis relativ gering aus.

Selbstverlag oder Kooperation mit Anderen?
Wenn Sie einen Selbstverlag gründen möchten, hat das einige Vorteile. Ihr Buch wird auf jeden Fall erscheinen, Sie müssen nicht suchen, bis es jemandem gefällt.
Außerdem behalten Sie die komplette Kontrolle über ihr Buch – vom Inhalt bis zum Endprodukt. Sämtliche Gewinne aus Verkäufen wandern in Ihre Geldbörse, und Sie müssen keine Provisionen zahlen.
Andererseits hängt dabei alles an Ihrem Know-how im Bereich Buch-Herstellung. Was Sie nicht wissen, müssen Sie sich erarbeiten.
Eine Alternative könnte deshalb ein Verlag sein, bei dem Sie sich finanziell an den Druckkosten beteiligen. Sie können sich auf inhaltliche Fragen konzentrieren. In dieser Branche wimmelt es allerdings vor schwarzen Schafen. Holen Sie sich unbedingt ausreichend Informationen zum Verlag ein, wenn der Verlag einen Druckkosten-Zuschuss verlangt.
Meist haben die Verlage auch einen gewissen Ruf in der Branche.
Die Profis können Ihnen viele Arbeiten abnehmen, aber leider auch viel Geld.
Wird mein Manuskript bei Verlagen gelesen?
Die Gutenberg-Druckpresse revolutionierte den Buchdruck. Trotzdem blieb es großen Verlagen vorbehalten welche Titel sie veröffentlichen. Es kostete viel Geld ein Buch in hohen Auflagen zu drucken.
Um im „normalen“ Literaturbetrieb unterzukommen, bedarf es heutzutage neben einem hervorragenden Werk viel Hartnäckigkeit und ein Portion Glück.

Wenn Sie diesen klassischen Verlags-Weg gehen wollen, sollten Sie zumindest mit einem Literaturagenten zusammenarbeiten, der entsprechende Kontakte hat.
Bei der Masse eingesandter Manuskripte werden die meisten in den Verlagen gar nicht mehr gelesen. Niemand findet die Zeit dazu.
Urheberrecht
Als Autor genießen Sie das besondere Privileg des Urheberrechts. Ihr schriftliches Werk wird sehr wahrscheinlich ein Werk im Sinne des Urheberrechts sein. Ohne besondere Anmeldung ist Ihr Text damit geschützt. Niemand darf Ihr Buch kopieren.
Was ist ein E-Book? Erklärung für Einsteiger
Die Bezeichnung E-Book steht für elektronisches Buch. Gemeint sind Bücher in digitaler Form, die auf speziellen Geräten, den sogenannten E-Book-Readern gelesen werden.
Im Gegensatz zum gedruckten Buch ist ein E-Book nicht physisch und lässt sich dementsprechend nicht anfassen, verschenken oder weiterverkaufen. Doch werden Eigenschaften des klassischen Buches in elektronischer Form nachgebildet und sogar durch zusätzliche Optionen ergänzt.
So können Sie als E-Book-Leser ganz einfach die Schriftgröße, den Zeilenabstand, den Farbmodus und sogar die Schriftart selbst bestimmen.
Woher bekomme ich E-Books?
Es gibt einige große Plattformen, die E-Books verkaufen bzw. zum Download anbieten. Die bekannteste davon dürfte Amazon sein. Die Seite mit den aktuellen E-Book-Bestsellern lässt sich aufrufen, indem man auf der Amazon-Plattform die Kategorie „Bücher“ und danach „Kindle E-Books“ und „Bestseller“ auswählt.
Es ist zu beachten, dass Amazon ein eigenes E-Book-Lesegerät – das Kindle – entwickelt hat, auf das die aus der Amazon Kindle E-Book-Abteilung erworbenen E-Bücher automatisch geladen werden.
Natürlich bieten auch viele andere Buchportale wie etwa Thalia E-Books an.
Was kostet ein E-Book?
Elektronische Bücher sind in der Regel günstiger als gedruckte Bücher, da sich die Anbieter die Materialkosten für das Papier sowie die Druckkosten sparen.
Hierbei muss man zwischen E-Büchern, die von den Großverlagen herausgebracht werden und elektronischen Büchern von Selbstverlegern, also Autoren, die ihr Buch in Eigenregie als elektronisches Buch herausbringen, unterscheiden.
Die Selbstverleger bieten deutlich günstigere Preise an. Die meisten verlangen zwischen 0,99 Euro und 2,99 Euro für ihr E-Book. Elektronische Bücher der Großverlage sind oftmals nur unwesentlich günstiger, als die gedruckte Version.

Vergleich der Lesegeräte für E-Books
Die Vorteile eines E-Book-Readers liegen auf der Hand: Sie können hunderte von Büchern auf einem kleinen Gerät speichern.
Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden, prüfen Sie, ob das Gerät alles Notwendige für Ihren Lesekomfort bietet.
Dazu gehört ein sogenanntes „E-Ink-Display“, das für sehr gute Lesbarkeit sorgt. Wer gern abends oder im Dunkeln liest, sollte auf die Hintergrundbeleuchtung achten. Für das Lesen am Strand ist ein spritzwassergeschütztes Modell eine gute Wahl.
Gute Einsteiger-Lesegeräte für elektronische Bücher sind das Amazon Kindle oder der Tolino Vision.
Beachten Sie, dass Sie mit jedem Lesegerät alle käuflich verfügbaren E-Bücher lesen können. So bleibt das Kindle an die E-Bücher gebunden, die Amazon auf seiner Plattform anbietet.

Ich persönlich konnte bis jetzt nur gute Erfahrungen als E-Book-Leserin machen. Ein E-Book kann ich völlig unkompliziert mit nur wenigen Klicks kaufen und kurz darauf mit dem Lesen beginnen.
Die Funktionen meines Kindles bieten mir Lesekomfort, auf den ich nicht mehr verzichten möchte. Dazu gehören die Wahl der Schriftgröße, die Beleuchtungsfunktion, das einfache Umblättern, das Setzen eines Lesezeichens und vieles mehr.
Der E-Book-Markt wächst ständig und ich glaube, dass eines Tages jährlich mehr E-Bücher als gedruckte Bücher verkauft werden.

Das gedruckte Buch wird dennoch nicht vollständig verschwinden, denn ein Buch in der Hand zu halten, fühlt sich einfach nur schön an.
Wie gründe ich einen Selbstverlag?
Es sind keinerlei rechtliche Hürden damit verbunden einen eigenen Verlag, sog. Selbstverlag, zu gründen. Zwar gibt es seit dem Jahr 1901 ein eigenes Verlagsgesetz. Das trifft auf eine Einzelperson jedoch nicht zu, da Sie die Verwertungsrechte Ihres Buchs nicht übertragen müssen.
Bei E-Books wird es ganz deutlich, dass ein Selbstverlag viele Vorteile besitzt.
Es ist eine leise Revolution die gerade stattfindet. Realisieren große Verlage die Gefahr? Sehr schnell könnten sie von Privatleuten überrannt werden, nur weil sich Verlage an ihre gewachsenen Strukturen klammern.
Was macht ein Verlag, um ein Buch zu veröffentlichen:
- Buchtitel auswählen, Manuskripte bewerten
- Veröffentlichung vorbereiten
- Texte verbessern, Lektoratsarbeiten
- Buch drucken, als das physische Print-Produkt herstellen
- für das Buch werben, also Marketing
Die ersten zwei Punkte überspringen Selbstverleger und widmen sich vor allem dem Schreiben. Danach müssen die eigenen Inhalte vermarktet werden.
Für den Vertriebsweg über iTunes und Amazon ist der Marketingaufwand minimal. Die Plattform erzeugen einen stetigen Strom interessierter Leser. Außerdem ist die Bezahlung ein Kinderspiel. Selbst Mini-Nischenthemen werden von ausreichend vielen Lesern gefunden.
Werbetrommel rühren
Denken Sie über den Tellerrand des geschriebenen Worts hinaus. Wie wäre es ein kurzes Video aufzunehmen. Setzen Sie sich mit der Video-Kamera auf eine Wiese. Inszenieren Sie eine Art Interview und sprechen Sie über Ihr Buch. Zusätzlich können Sie Freunde und Lesern bitte ihre Rezensionen der Vorab-Exemplare als Video aufzunehmen.
Experten gehen davon aus, dass in Amerika bereits ein Drittel der E-Books im Eigenverlag erscheinen. Und laut Amazon erscheinen in Deutschland mehr als die Hälfte der Bücher des Kindle-Shops im Selbstverlag. Innerhalb der Top-10-Titel beträgt die Zahl der Selfpublisher sogar zwei Drittel.
Wozu sich mit dem Manuskript mühsam bei hunderten von Verlagen bewerben. Für gedruckte Bücher gibt es zahlreiche Books-on-Demand Anbieter, die Bücher im Selbstverlag veröffentlichen.
Der Hauptaufwand eines Buch ist es den Text zu verfassen. Produzieren können Sie es zum Selbstkostenpreis.
Da klingt es vielversprechend das eigene Buch selbst zu verlegen. Geht es wirklich so einfach? Stellen Sie sich die Frage, warum Sie Ihr Buch veröffentlichen lassen wollen:
- Wenige Leser
Bedienen Sie einen so kleinen Markt, dass es sich für einen großen Verlag nicht lohnt das Buch zu drucken. Dann wäre es eine Alternative das Buch selbst drucken zu lassen, in kleiner Auflage oder mit Print-on-Demand.Bei Print-on-Demand wird das Buch erst gedruckt, wenn es einen Leser gefunden hat. Die gesamt Logistik-Maschinerie läuft erst an, wenn der Titel bestellt wurde. Das spart die hohen Kosten einer Druckerei und der Lagerung. Denn der Prozess ist soweit automatisiert, dass die Preise für Book-on-Demand nur minimal höher sind, als für massenhaft gedruckte Bücher.
- Gewinn-Maximierung
Möchten Sie den Großteil des Gewinns selbst behalten? Es ist sicherlich verlockend die komplette Wertschöpfungskette vom Manuskript bis zum Buchdruck in einer Hand zu halten.
Aber stellen Sie sich besser die Frage, ob dieses Geschäftsmodell nicht veraltet ist. Große Verlage nutzen die Fixkostendegression bei steigender Auflage. Für digitale Güter ist der Spar-Effekt viel kleiner.
- Ein gedrucktes Buch als Statussymbol
Findet sich kein Verlag, der das Buch herausbringen will, weil sie Ihr Buch als Statussymbol sehen, um damit zu prahlen? Suchen Sie gar nicht weiter, denn für diesen Zweck gibt es genügend Anbieter. Immer vorausgesetzt, Ihr Statussymbol ist Ihnen 50 bis 100 € wert.
Die Mittel dazu finden Sie alle im Netz. Vom Ghostwriter, über einen Lektor bis zu Grafikern für den Einband. Ist Ihnen das immer noch zu viel Aufwand, dann heuern Sie ein Schreibbüro an, dass Ihnen alle Aufgaben abnimmt.
Best-Seller aus dem Selbstverlag
Große Medienverlage betonen immer wieder, dass Selfpublisher nur in wenigen Ausnahmefällen Millionenauflagen erreichten und mit ihrem Buch reich und berühmt wurden. Doch muss es so viel Geld auf einmal sein?
Nehmen wir an Sie schreiben ein Buch für das sich pro Monat 50 Leser finden. Über den Daumen gepeilt verdienen Sie pro Monat also zukünftig 420 Euro an Ihrem Buch. Dieses Einkommen erzielen Sie nebenbei, ohne weiteren Aufwand.
Funktioniert Self-Publishing?
Theoretisch klingt es einfach ein Buch selbst als E-Book zu veröffentlichen. Zum Beispiel das Word-Dokument in ein anderes Dateiformat umwandeln, hochladen. Fertig!
„Dafür müssen Autoren im Selbstverlag alles selbst erledigen!“
Lassen Sie sich keine Angst machen, wenn andere Leute erzählen, es sei so kompliziert ein Buch zu veröffentlichen. Es sind viele Schritte zu beachten.
Das heißt nicht, dass Sie als Selfpublisher genauso arbeiten müssen wie ein Großverlag. Ja, Sie müssen alles selber machen. Aber lassen Sie die tradierten Arbeitsprozesse der Branchen-Dinosaurier einfach links liegen.
ISBN Nummer beantragen, wirklich notwendig?
Verleger sind nicht verpflichtet eine ISBN zu verwenden. Deshalb hat auch nicht jedes Buch eine ISBN.
Autoren die eine einzige ISB-Nummer benötigen, können eine ISBN bei der Agentur für Buchmarktstandards bestellen. Eine Nummer kostet 85 Euro, diesen Betrag müssen Sie vorab überweisen.
Weitere Informationen, um eine ISBN Nummer zu beantragen:
Agentur für Buchmarktstandards
MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH
Braubachstraße 16
60311 Frankfurt am Main
www.german-isbn.de
Direktlink für Einzelanmeldung, unter german-isbn.de/isbn/preise-und-pakete
Da eine bereits verwendete ISBN kein zweites Mal vorkommen darf, werden die Nummern zentral vergeben.
Falls Sie sich für eine ISBN entscheiden, sollten Sie den Antrag rechtzeitig abschicken. Denn Sie benötigen die ISBN Nummer für das Impressum und die Barcode-Grafik für das Cover.
Vorteile einer ISBN
Wenn Sie Ihr Buch über den Buchhandel verkaufen möchten, benötigen Sie eine ISBN.
Für E-Books und Print-On-Demand-Angebote, die vorwiegend über digitale Plattform wie Amazon und iTunes verkauft werden, ist ISBN unnötig.
Gleichzeitig sollten Sie Ihr Buch bei VLB (Verzeichnis Lieferbarer Bücher) anmelden. Denn für den Vertrieb über herkömmliche Wege sollten Sie die Vorteile von ISBN und VLB für Ihren Erfolg nutzen.
Falls es absehbar ist, dass Sie mehrere Nummern benötigen und bereits eine Firma angemeldet haben, dann könnten ISBN-A Nummern interessant sein. Dazu benötigen Sie eine Verlagsnummer, die zwar Geld kostet und an Bedingungen geknüpft ist. Allerdings locken ab 10 Nummern viele Rabatte. Großverlage kostet eine ISBN dann nur noch wenige Euro.
ISBN – Die magische Nummer
Mit ISBN werden Bücher, DVDs und Software eindeutig gekennzeichnet. ISBN steht für Internationale Standardbuchnummer (International Standard Book Number).
Eine ISBN Nummer besteht aus fünf Teilen:
- Präfix
- Gruppennummer
- Verlagsnummer
- Titelnummer
- Prüfziffer
Meist wird die ISBN als sog. EAN-13 Strichcode im Buchhandel verwendet.
Schreibe ich für mich selbst oder für ein Publikum?
Ist es der Mühe wert all das Zeug zu schreiben, wenn meine Texte niemand liest?
Auf der anderen Seite kann man natürlich auch seine Seele und seine Leidenschaft verkaufen und für billige Web-Portale schreiben, die immer auf der Suche nach frischen Texten sind. Dort findet der Text bestimmt auch den ein oder anderen Leser. Den Anspruch an Literatur begraben wir aber besser.
Gibt es nicht auch einen Mittelweg?
Von Stephen King stammt das Zitat: „Den ersten Entwurf hinter verschlossenen Türen zu schreiben. Und den zweiten Entwurf mit offenen Türen“ (so, oder so ähnlich lautet das Zitat).
Oder formulieren es wir mit den Werbeworten eines Herrn Markwort: „… Und immer an die Leser denken!“
Also was steckt dahinter? Ohne an den Lesern zu denken, wird ein Text nicht das volle Potenzial entfalten. Die Gefahr ist groß, zu eintönig und langweilig zu schreiben.
Am anderen Ende des Spektrums sorgt fehlende Leidenschaft dafür, sich am Massengeschmack festzuschreiben und in populäres Gefasel abzudriften, das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Wie schafft man diesen Spagat?
Die Lösung besteht aus regelmäßigen Schreibübungen und Texte veröffentlichen. Es könnte so aussehen:
Genießen Sie das Schreiben
Es klingt so einfach, zu einfach. Denken Sie nicht daran, wie es wäre den Pulitzerpreis entgegenzunehmen oder den Schreibwettbewerb Ihres örtlichen Buchladens zu gewinnen.
Setzen Sie eine Tasse Tee auf, ziehen Sie sich auf den Balkon zurück und schreiben Sie, weil sie schreiben wollen. Genießen Sie diese Augenblicke. Schreiben ist nichts krampfhaftes. An Ihren Lieblingsorten sind Sie inspiriert. Lassen Sie sich inspirieren.
Veröffentlichen Sie Ihre Texte
Heute ist nichts einfacher als Ihre Texte der Welt zu verkünden. Starten Sie einen Blog, teilen Sie kurze Passagen bei Facebook oder schicken Sie Artikel an Zeitschriften.
Warten Sie nicht darauf, dass Sie entdeckt werden. Wichtig ist, dass Sie die Initiative ergreifen und etwas tun, um Leser für Ihre Texte zu finden. Alles andere wäre Spielerei – und an diesem Punkt befinden Sie sich bereits.


































































