Wie Waldgrundstück kaufen? Bäume als grüne Kapitalanlage, jetzt zu top Preisen einsteigen

Mit dem Thema „Wald kaufen“, bin ich mehrmals in meinem Leben in Berührung gekommen:

  • Als Jogger liebe ich den dämpfenden Waldboden. Darüber kam ich auf die Idee, mir selbst ein Stück Wald zu kaufen.
  • In Neuseeland wurde mir bewusst, welchen hohen Wert ein Kauri-Baum nach 200 Jahren erreichen kann.
  • Mein Großvater wollte mir ein Waldgrundstück in Kobersdorf in Österreich überschreiben, aber ich lehnte ab.
  • In den Wirtschafts-Vorlesungen an der Uni wurde der Ursprung des Prinzips des nachhaltigen Wirtschaftens aus der Forstwirtschaft erklärt.

Den Baumbestand eines Walds kann man also auch als sehr langfristige Geldanlage betrachten. Von dem, was ein Waldbesitzer heute entscheidet, werden erst die Enkelkinder so richtig profitieren.

Waldgrundstück

nadelhoelzer-waldwegDie sinkenden Zinsen bei den Banken sorgen für einen anhaltenden Boom auf dem Markt für Immobilien und Grundstücke. Doch wie wäre es mal nicht in das berühmte „Beton-Gold“ zu investieren, sondern ein Waldgrundstück zu kaufen.

Die Investition in einen Wa bedeutet für Sie als Privatanleger ein Stück Sicherheit. Im Vorfeld eines Waldkaufs gilt es den Verwendungszweck des Waldgrundstücks festzulegen und darauf basierend den passenden Wald zu finden.

Die Vorstellungen bezüglich der Verwendung Ihres künftigen Waldes sollte klar und deutlich sein. Erworben werden kann ein Waldgrundstück bei ortsansässigen und überregionalen Anbietern.

Handelt es sich um ein innerdeutsches Grundstück, müssen die Regeln und Vorschriften der entsprechenden Region beachtet werden. Diese können recht unterschiedlich ausfallen, je nachdem wo sich der Wald befindet.

Als Waldbesitzer haben Sie Rechte und Pflichten, die Sie erfüllen müssen. Die Waldnutzung ist bisweilen stark eingeschränkt, so muss der Baumbestand gleichbleibend sein oder in der Nähe von Großstädten wie München dürfen keine Bäume im eigenen Wald geschlagen werden.

Wer hat Wald zu verkaufen?

Die Beauftragung eines Spezial-Immobilienmaklers, der sich auf den Kauf und Verkauf von Waldgrundstücken fokussiert hat, verursacht Zusatzkosten in Form von Maklergebühren.

Hilfreich bei der Suche nach einem seriösen Grundstücksangebot sind Online-Foren, die sich mit dem Thema Waldgrundstücke befassen und wo Experten spezifische Fragen beantworten können.

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Die örtliche Sparkasse, Volksbank oder Raiffeisenbank ist ein weiterer Ansprechpartner für Waldgrundstücke. Vor allem im Fall von Zwangsversteigerungen werden die Grundstücke oft zu günstigen Preisen angeboten.

Waldbesitzerverbände in jedem Bundesland

Der Waldbesitzerverband sollte auf jeden Fall Ihr erster Ansprechpartner sein, da er Sie umfassend über das komplexe Thema informieren und offene Fragen fundiert beantworten kann. In nahezu jedem Bundesland existieren entsprechende Vereine

Das Forstamt vor Ort kann Auskunft über Waldbesitzer und deren Grundstücke geben.

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Kaufpreis und Nebenkosten

Der Kaufpreis eines Waldgrundstücks setzt sich aus den Notarkosten in Höhe von 1,5 Prozent des Kaufpreises und der Grunderwerbssteuer zusammen.

Die Grunderwerbssteuer liegt zwischen 3,5 und 6 Prozent des Kaufpreises und wird mit dem jährlichen Steuerbescheid fällig.

Sie können den Kauf jedoch schneller abschließen, wenn Sie die Grunderwerbssteuer sofort zahlen. Liegt der Kaufpreis unter der Bagatellgrenze von 2.556 Euro, wird darauf keine Grunderwerbssteuer erhoben.

forstweg-waldAlle Waldgrundstücke aus Flurbereinigungsverfahren, Erbschaft, Ehescheidungen und Schenkungen unterliegen ebenfalls nicht der genannten Steuer.

Bei Käufen in so genannter gerader Verwandtschaftslinie vom Vater zum Sohn oder Großvater zum Enkel wird die Grunderwerbssteuer nicht berechnet.

Wenn der Kauf des Waldgrundstücks über einen Kredit erfolgt, sind die damit verbundenen Kreditraten in die Kalkulation einzubeziehen. Zusätzliche Kosten entstehen durch den Erwerb von Maschinen, Werkzeugen und Geräten zur Pflege des erworbenen Grundstücks.

Die Grundstückspflege kann alternativ von professionellen Unternehmen übernommen werden und führt zu Zusatzkosten.

Die dauerhaften Kosten eines Waldgrundstücks sind folgende Posten:

  • Grundsteuer
  • Jahresbeitrag zur Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG)
    Der Jahresbeitrags zur LBG beläuft sich auf durchschnittlich 75 Euro und wird einmal jährlich berechnet.

Was müssen Waldbesitzer beachten?

hang-wald-buescheDie Rechte und Pflichten eines Waldbesitzers sind im Bundeswaldgesetz festgelegt worden. Sie müssen als Besitzer eines Waldgrundstücks verpflichtend den Waldbestand mit eigener Hand bewirtschaften und pflegen.

Die Schutzfunktion des Waldes muss ebenso beachtet werden, wie die Erholungsfunktion für die Bevölkerung und die nachhaltige Holzwirtschaft. Das zuständige Forstamt informiert über die sehr umfangreichen Rechte und Pflichten.

Wald als Geldanlage und Einnahmequelle

Ein Waldgrundstück eignet sich als Kapitalanlage und Einnahmequelle. Es gibt zwei Möglichkeiten mit dem Wald sein Geld zu verdienen.

Die erste Option ist die Gewinnerzielung mittels Holzbewirtschaftung,
während die zweite Möglichkeit sich durch den Kauf und Verkauf von Waldgrundstücken ergibt.

holzertrag-baumstaemme-waldBei der Holzbewirtschaftung ist eine Zusammenarbeit mit Forstgemeinschaften sinnvoll, weil dies die Bewirtschaftungskosten reduziert und einen größeren Absatzmarkt erschließt. Die Vereinbarung stabiler Preise mit Großkunden wie Baumärkten kann durch die Forstgemeinschaft erreicht werden.

Alle Einnahmen, die mit dem Waldgrundstück erzielt werden, unterliegen der Einkommenssteuer. Die Steuerbelastung kann durch Anschaffungskosten und den laufenden Ausgaben reduziert werden.

Sollte das Grundstück als Kapitalanlage erworben worden sein, kann der erste Gewinn spätestens nach zehn Jahren erzielt werden.

Der Wald ist eine langfristige Kapitalanlage und dient vielen Anlegern darunter künftig vielleicht Ihnen, als eine zusätzliche Sicherheit für das eigene Vermögen.